Die Internationale Akademie für Orale Medizin und Toxikologie (IAOMT) macht auf eine wichtige neue Studie mit dem Titel „Amalgamfüllungen und Quecksilberkonzentrationen im Blut bei amerikanischen ErwachsenenDie Studie liefert überzeugende Beweise dafür, dass Amalgam-Zahnfüllungen den Quecksilbergehalt im Blut auf gefährliche Schwellenwerte erhöhen und dass das Blut ein wichtiger Verteilungsweg für Quecksilber im Körper ist.

Amalgamfüllungen, ein Relikt vergangener Zeiten, werden in der US-amerikanischen Zahnmedizin seit über 150 Jahren zur Reparatur kariöser Zähne verwendet und enthalten 50 % giftiges elementares Quecksilber, das im Körper in anorganisches Quecksilber umgewandelt wird. Daten der Nationalen Gesundheits- und Ernährungsuntersuchung (NHANES) der CDC zeigen, dass etwa 104 Millionen Amerikaner Amalgamfüllungen haben. 

Die Studie analysierte Daten aus der NHANES-Studie der CDC aus den Jahren 2015–2016. Dabei wurden Blutquecksilbermessungen von US-Erwachsenen im Alter von 18 bis 70 Jahren verwendet, um die Belastung von 180 Millionen Amerikanern abzuschätzen.

Die Studie ergab, dass Erwachsene mit Amalgamfüllungen deutlich höhere Quecksilberwerte im Blut aufweisen als Erwachsene ohne Amalgamfüllungen. Die Anzahl der Amalgamflächen korreliert stark mit erhöhten Quecksilberwerten im Blut. Schätzungsweise 16 Millionen Erwachsene sind täglich Quecksilberdampfdosen ausgesetzt, die den von der US-Umweltschutzbehörde (EPA) festgelegten Grenzwert überschreiten.

Die Forschungsergebnisse heben zudem hervor, dass Blut ein wichtiger Übertragungsweg für Quecksilberdämpfe aus Zahnfüllungen ist, die sich in Geweben und Zellen des gesamten Körpers anreichern. Dies unterstreicht die gravierenden Gesundheitsrisiken, insbesondere für Risikogruppen. Jüngste Studien haben einen Zusammenhang zwischen der Quecksilberbelastung durch Amalgamfüllungen und einem erhöhten Risiko für Asthma, Arthritis, Hörverlust, neurologische Erkrankungen und perinatale Sterblichkeit festgestellt.

FDA-Amalgam-Warnungen für Schwangere

Im Jahr 2020 gab die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) eine Warnung heraus, dass Quecksilberdämpfe aus Amalgamfüllungen Risiken für Risikogruppen darstellen können, darunter Schwangere und ihre Föten, stillende Mütter, Kinder unter sechs Jahren, Personen mit Quecksilberallergien und Menschen mit neurologischen oder Nierenerkrankungen. Sie empfahl diesen Bevölkerungsgruppen, Amalgamfüllungen zu vermeiden.

„Die Beweislage ist erdrückend – Amalgamfüllungen stellen eine Krise für die öffentliche Gesundheit dar und vergiften Millionen Amerikaner mit gesundheitsschädlichen Quecksilbermengen“, sagte Dr. Douglas Green, Präsident der IAOMT. „Wir fordern die FDA dringend auf, diese schädlichen Füllungen zu verbieten, um die öffentliche Gesundheit zu schützen.“

Die Studie empfiehlt außerdem Personen mit Amalgamfüllungen, die ihren Quecksilbergehalt im Blut senken möchten, sich an einen in einem sicheren Amalgamentfernungsverfahren geschulten und zertifizierten Zahnarzt zu wenden. Die Entfernung von Amalgamfüllungen setzt gesundheitsschädliche Quecksilbermengen frei. Um die Quecksilberbelastung zu reduzieren, schult und zertifiziert die IAOMT Zahnärzte in diesem Verfahren. Sichere Quecksilber-Amalgam-Entfernungstechnik (SCHLAU). 

Die IAOMT bietet Patienten und Zahnärzten Informationen zur biologischen Zahnmedizin sowie ein Verzeichnis von IAOMT-zertifizierte biologische Zahnärzte mit SMART-Zertifizierung.